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Vom 21. September bis 3. Oktober finden die Interkulturellen Wochen (IKW) in Konz statt. Dank des Engagements der Akteure des Interkulturellen Netzwerks "IN Konz" und mit der Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie leistet die Veranstaltungsreihe seit Jahren einen wichtigen Beitrag für ein gutes Zusammenleben in der Stadt und Verbandsgemeinde Konz.

Die Folgen der Corona-Pandemie und des russischen Überfalls auf die Ukraine haben spür- und sichtbaren Einfluss auf unser gesellschaftliches Zusammenleben. Eine maßgebliche Rolle für die positive Gestaltung dieser Herausforderungen kommt dem Sozialraum und den hier lebenden Menschen zu. Begriffe wie „Solidarität“ und „Zusammenhalt“ bekommen vor Ort ein Gesicht und müssen sich hier konkret bewähren.

Unter dem Motto #offengeht wollen wir im Rahmen der Interkulturellen Wochen wieder Anlässe schaffen, an denen Begegnung stattfinden und Vertrauen wachsen kann, um den Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft zu sichern.

Auf dem Programm stehen altbewährte und neue Veranstaltungsformate für ganz unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Mit der Filmvorführung „Wir sind jetzt hier“ mit anschließendem Filmgespräch, einem Kochworkshop von und für Jugendliche, der Lesung „Wir sind gleich und doch verschieden“ mit Kreativangebot für Kinder, der digitalen Veranstaltung „Sprache.Öffnet.Kultur.“ zum europäischen Tag der Sprachen, dem Theaterstück „Nach Europa“, einem Interkulturellen Frühstück, dem Café International und den Veranstaltungen zum Tag der offenen Moschee gibt es vielfältige Anlässe für Begegnung, Information und Diskussion.

Für weitere Informationen stehen Plakat und Faltblatt mit den Infos zu den einzelnen Veranstaltungen als Download bereit.

Am Dienstag, 27. September, 19:30 Uhr präsentieren die beiden Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach von der Gruppe „Eure Formation“ ihre musikalische Theaterproduktion „Nach Europa“ in der Pfarrkirche St. Nikolaus, Martinstraße 22, Konz.

Die beiden Schauspieler nehmen die Zuschauer*innen mit auf eine fiktive Reise von zwei Geflüchteten „Nach Europa“, die nicht nur sprichwörtlich im gleichen Boot sitzen. Anhand von Liedern und Texten wird man mit den Lebensgeschichten der beiden konfrontiert und bekommt sowohl Überlebensängste als auch die gesellschaftlichen und kulturellen Konflikte direkt vor Augen geführt. Hierbei setzen sich die Protagonisten auch mit den Fragen auseinander, auf welchen Werten Europa eigentlich basiert, worauf unser Wohlstand beruht und wie die Zukunft des Kontinents aussehen könnte.

Die rasanten aber gleichzeitig auch tiefgründigen Wortgefechte legen oftmals den Finger in die Wunde und halten auch der deutschen Gesellschaft ihr Spiegelbild vor. Ein berührendes, informatives und kurzweiliges Theaterstück zum Zustand unserer Demokratie und über den Frieden und die Gerechtigkeit in Europa. Die Szenen werden von aufwendigen Lichteffekten und einer eigens für das Theaterstück zusammengestellten Lasershow begleitet. Nach der Aufführung besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit den beiden Künstern.

Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Das Theaterstück ist ab 14 Jahren geeignet.

https://www.nacheuropa.de/

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen Konz statt. Sie wird organisiert von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der VG Konz und wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Am Donnerstag, 30. September, 19:30 Uhr präsentieren die beiden Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach von der Gruppe „Eure Formation“ ihre musikalische Theaterproduktion „Bonhoeffer – Der mit dem Lied“, mit der sie das Leben und Werk des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffers beleuchten. Sie möchten mit der Lebensgeschichte des Theologen und Pastors Bonhoeffer, der 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde, die Zuschauer aber auch zum Nachdenken anregen. Immer wieder ziehen die Schauspieler dazu Parallelen zum heutigen politischen Geschehen und verdeutlichen, dass Demokratie und Frieden keineswegs Selbstverständlichkeiten sind. Die Texte werden begleitet durch E-Piano und E-Schlagzeug vorgetragen und Licht- und Laserelemente verstärken deren Wirkung.

Die Produktion ist der einerseits unterhaltsame, andererseits bewegende Versuch, das Zusammenspiel von Christen und Nationalsozialismus, entlang der Stationen von Bonhoeffers Leben zu hinterfragen. Die Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit zeigen deutlich die Aktualität dieses Themas: wird der Nationalsozialismus erkannt und benannt, ganz gleich hinter welcher Fassade er sich auch verstecken mag? Ist Bonhoeffers Werk heute noch als Fixpunkt geeignet, auf der Suche nach einer Haltung? Ein mitreißendes Theaterstück ohne einfache Antworten, aber mit viel Stoff zum Diskutieren und Nachdenken.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen Konz statt. Sie wird organisiert von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der VG Konz in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus und wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Die Veranstaltung findet auf dem Platz an der evangelischen Kirche Konz-Karthaus statt – bei schlechter Witterung im evangelischen Gemeindehaus. Es gilt die 3-G-Regel. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der Koordinierungs- und Fachstelle telefonisch unter 06501 9698302 oder Online unter www.tickets.junetko.de. Der Eintritt ist frei, der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar.

Im September und Oktober finden zum 13ten Mal die Interkulturellen Wochen (IKW) in Konz statt. Dank des großen Engagements der Akteure des Interkulturellen Netzwerks "IN Konz" und mit der Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie leistet die Veranstaltungsreihe seit Jahren einen wichtigen Beitrag für ein gutes Zusammenleben in der Stadt und Verbandsgemeinde Konz.

Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin das Leben von Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Konz sind die Auswirkungen deutlich spürbar und der Verzicht auf Begegnungen ist inzwischen zu einer großen Belastung geworden. Und wie so oft in Krisenzeiten gibt es auch heute Strömungen, die Zweifel an unserer offenen, demokratischen Gesellschaft säen und menschenfeindliche Ressentiments zu wecken versuchen. Doch unsere Gesellschaft zeichnet sich durch ein hohes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft aus.

Die Interkulturellen Wochen finden in diesem Jahr unter dem Motto "#offengeht" statt. Dabei meint Offenheit nicht Beliebigkeit. Vielmehr geht es um ein klares Plädoyer für eine offene Gesellschaft, in der die universalen Menschenrechte geachtet werden. Und es geht um ein breites zivilgesellschaftliches Engagement für ein gutes Zusammenleben in Vielfalt.

Um den Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft zu sichern, braucht es Anlässe, an denen Begegnung stattfinden und Vertrauen wachsen kann. Mit den Interkulturellen Wochen möchte das Interkulturelle Netzwerk "IN Konz" genau solche Anlässe bieten.

Eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Akteure wirkt daran mit, Verständigung zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und die offene Gesellschaft zu schützen. Gefordert ist die grundlegende Bereitschaft, den jeweils anderen anzuerkennen, auch und gerade dann, wenn die Meinungen auseinandergehen. Dabei geht es nicht darum, Konflikten aus dem Weg zu gehen, sondern sie auf respektvolle Weise auszutragen und zu lösen. Konfliktfähigkeit und Vertrauen gehören zusammen.

Auf dem Programm stehen altbewährte und neue Veranstaltungsformate für ganz unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Mit dem Rundgang auf den Spuren Konzer Ein- und Auswanderer, einem Interkultureller Geocache für Familien, einem Kochworkshop von und für Jugendliche, der Online-Lesung "180 Grad - Geschichten gegen den Hass" mit Bastian Berbner, der szenische Lesung "Eine Hommage an Sophie Scholl" mit Tim Pröse, dem musikalische Theaterstück "Bonhoeffer - Der mit dem Lied", dem Kindertheaterstück "Irgendwie anders", den Veranstaltungen zum "Tag der offenen Moschee" und der Diskussionsveranstaltung Politischer Salon: „Covid19, Klimawandel, Gerechtigkeit: kann die Demokratie das schaffen?“ gibt es vielfältige Anlässe für Begegnung, Information und Diskussion.
Alle sind herzlich eingeladen die Anlässe, die die IKW bietet, zu nutzen!
DANKE auch allen, die diese Anlässe ermöglichen und denen, die sich darauf einlassen.

Für weitere Informationen stehen Plakat und Faltblatt mit den Infos zu den einzelnen Veranstaltungen als Download bereit.

- Interkulturellen Wochen offiziell eröffnet - Weitere Veranstaltungen bis 30.9. -

Am vergangenen Freitag, 18. September wurden in Konz die zwölften Interkulturellen Wochen offiziell eröffnet. Anders als in den Vorjahren fand die Eröffnungsfeier in diesem Jahr Corona bedingt auf dem Konzer Marktplatz statt. Aber auch über den Ort und die Art des Auftakts der Veranstaltungsreihe hinaus hat die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen.

Fast 50 Interessierte konnte Dominik Schnith, Netzwerksprecher des Interkulturellen Netzwerks IN Konz und Projektkoordinator der Partnerschaft für Demokratie, die die IKW seit vielen Jahren unterstützt, zur Eröffnungsfeier begrüßen. Unter ihnen auch der Landtagsabgeordnete Lothar Rommelfanger, Stadt- und VG-Bürgermeister Joachim Weber und viele Akteure des Netzwerks.

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