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Am 25. März 2022 ist der 65. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Sie gelten als die Geburtsurkunde der Europäischen Gemeinschaft. Seitdem hat sich viel getan. Aus der Wirtschaftsgemeinschaft hat sich ein Staatenverbund gebildet, dem heute insgesamt 27 Nationen mit fast 450 Mio. Einwohner:innen angehören. Viele Dinge, die auf europäischer Ebene entschieden werden, betreffen auch uns und haben direkten Einfluss auf unser Leben. Auch wenn nicht alle Bürger:innen mit den Strukturen und Entscheidungen der EU immer einverstanden sind, zeigen die Probleme durch die Corona-Pandemie, die Ukraine-Krise und nicht zuletzt die Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel, dass die zukünftigen Aufgaben nur gemeinsam gelöst werden können.

Von einem geeinten Europa profitieren wir alle. Denn das Fortschreiten des europäischen Integrationsprozesses führte nicht nur zu einer weitgehenden Reise- und Niederlassungsfreiheit, sondern bescherte den Mitgliedstaaten durch den Wegfall von Zollschranken auch eine bis dahin nie gekannte Zeit des Wohlstands und Friedens. Gerade in einer Grenzregion wie der Verbandsgemeinde Konz sind die Vorzüge eines vereinten Europas mehr als greifbar. Dies bezeugen nicht nur die zahlreichen Pendler:innen, sondern auch die Vielzahl an persönlichen Kontakten und Freundschaften weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus.

Neben der Bildung von gemeinsamen Institutionen und der Einführung einer gemeinsamen Währung haben sich die Länder der Europäischen Union auch auf gemeinsame Werte verständigt, die für alle Mitglieder bindend sind. Hierzu zählen u.a. Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit. Eine Vielzahl dieser Errungenschaften wird heute als selbstverständlich wahrgenommen und nur die Wenigsten wissen etwas Genaueres über die historischen Entwicklungen und den europäischen Einigungsprozess. Aus diesem Grund bietet die Partnerschaft für Demokratie dieses Jahr mehrere Veranstaltungen zum Thema „Europa entdecken und verstehen“ an, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von Exkursionen und erlebnisreichen Führungen informieren können.

Fahrt nach Schengen
(Sa, 19.03.2022, 08:45-13:00, Treffpunkt: Parkplatz Bahnhof Konz, Güterstraße 1)
Am 19. März wird im Rahmen einer Busfahrt das Europäische Museum in Schengen besucht. Dort erhalten die Teilnehmer*innen nicht nur einen spannenden und informativen Überblick zum Schengener Abkommen, sondern erfahren bei der Führung „Schengen lebt“, warum ein Europa ohne Grenzen gerade heute so wichtig ist. Teilnahmebeitrag pro Person: 10,-€

Fahrt nach Luxemburg
(Sa, 09.04.2022, 08:45-17:00, Treffpunkt: Parkplatz Bahnhof Konz, Güterstraße 1)
Am 09. April wird Luxemburg als Sitz des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Europäischen Rechnungshofes besucht. Im Rahmen der Stadtführung „Luxemburg, eine europäische Hauptstadt“ werden u.a. das Cercle Cité, das Europahaus, das Robert-Schuman-Geburtshaus sowie das Plateau Kirchberg mit dem Europaviertel besichtigt (ca. 3 Std.). Im Anschluss haben die Teilnehmer:innen zudem die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Teilnahmebeitrag pro Person: 10,-€

Wanderung rund um das Europadenkmal Ouren
(So, 15.05.2022, 08:00-15:00, Treffpunkt: Parkplatz Bahnhof Konz, Güterstraße 1)
Am 15. Mai findet eine geführte Kulturwanderung zum Europadenkmal im Dreiländereck bei Ouren statt, die zusammen mit der EVEA, der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen, organisiert wird. Das Denkmal erinnert an die Römischen Verträge und gibt Zeugnis von der regionalen Zusammenarbeit für ein vereintes Europa. Im Rahmen der Wanderung werden die einstmals trennenden Landesgrenzen von Deutschland, Belgien und Luxemburg an mehreren Stellen überschritten und die Teilnehmer:innen erfahren spannende Details über die Entwicklung grenzüberschreitender Beziehungen und die Bedeutung des europäischen Gedankens für die Region. Teilnahmebeitrag pro Person: 10,-€

Allgemeine Hinweise:
Die Touren finden unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Verordnungen des jeweiligen Landes statt. Die Teilnahme erfolgt bei allen Veranstaltungen auf eigene Gefahr. Die Teilnahmegebühr ist vor Antritt der Fahrt am Bus zu entrichten.

Für weitere Informationen bzw. für die Anmeldung wenden Sie sich bitte an die VHS Konz. Tel.: 06501 – 604321; E-Mail: konz@kvhs.trier-saarburg.de

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der VG Konz und gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Am Donnerstag, 30. September, 19:30 Uhr präsentieren die beiden Schauspieler Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach von der Gruppe „Eure Formation“ ihre musikalische Theaterproduktion „Bonhoeffer – Der mit dem Lied“, mit der sie das Leben und Werk des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffers beleuchten. Sie möchten mit der Lebensgeschichte des Theologen und Pastors Bonhoeffer, der 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde, die Zuschauer aber auch zum Nachdenken anregen. Immer wieder ziehen die Schauspieler dazu Parallelen zum heutigen politischen Geschehen und verdeutlichen, dass Demokratie und Frieden keineswegs Selbstverständlichkeiten sind. Die Texte werden begleitet durch E-Piano und E-Schlagzeug vorgetragen und Licht- und Laserelemente verstärken deren Wirkung.

Die Produktion ist der einerseits unterhaltsame, andererseits bewegende Versuch, das Zusammenspiel von Christen und Nationalsozialismus, entlang der Stationen von Bonhoeffers Leben zu hinterfragen. Die Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit zeigen deutlich die Aktualität dieses Themas: wird der Nationalsozialismus erkannt und benannt, ganz gleich hinter welcher Fassade er sich auch verstecken mag? Ist Bonhoeffers Werk heute noch als Fixpunkt geeignet, auf der Suche nach einer Haltung? Ein mitreißendes Theaterstück ohne einfache Antworten, aber mit viel Stoff zum Diskutieren und Nachdenken.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen Konz statt. Sie wird organisiert von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der VG Konz in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus und wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Die Veranstaltung findet auf dem Platz an der evangelischen Kirche Konz-Karthaus statt – bei schlechter Witterung im evangelischen Gemeindehaus. Es gilt die 3-G-Regel. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der Koordinierungs- und Fachstelle telefonisch unter 06501 9698302 oder Online unter www.tickets.junetko.de. Der Eintritt ist frei, der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar.

Für Sonntag, den 13. Juni um 11 Uhr lädt der Kinder- und Jugendförderkreis Roscheid e.V. zu einer spannenden Online-Stadtführung durch die Beethovenstadt Bonn eine, die einen Einblick in das Leben des musikalischen Wunderkindes gibt und sein politisches Engagement im Zeitalter der Aufklärung und der Französischen Revolution zeigt.

Gemeinsam wird "digital" das Beethovenhaus besucht, Museum und Geburtsort des Komponisten, sowie die Orte, an denen Beethoven bereits als Kind sein Publikum in den Bann zog. Außerdem lernen die Teilnehmenden das Residenzschloss seines Mäzens und die Münsterkirche als Ort seines ersten öffentlichen Auftritts kennen. Natürlich wird auch Beethovens Lieblingskneipe und seine prekären Geschichten rund um seine Leidenschaft für Wein nicht vorenthalten.

Im Laufe des Spaziergangs wird auch einen Blick auf den politischen Einfluss des Künstlers geworfen. Beethoven wuchs im damals sehr liberalen Bonn auf, wo der Kurfürst sich den Werten der Aufklärung verschrieben hatte. Diese Überzeugung nahm er mit nach Wien, welches als Sitz der Monarchie, die wohl konservativste Stadt im Reich war. Seine Zeit in Bonn hat ihn stark geprägt, denn er hat sich Zeit seines Lebens für die Werte der Aufklärung und noch viel mehr für die Französische Revolution ausgesprochen, was in der Hauptstadt der Habsburger Monarchie eine echte politische Ansage war. Auch der Frage, welches humanistische Ideal in seiner 9. Symphonie, die heute unsere Europahymne ist, steckt wird im Rahmen des etwa 90 minütigen digitalen Stadtrundgangs nachgegangen.

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt durch die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz mit Mitteln aus dem Mikrofonds.

Die Teilnahme an der Veranstaltung, die via Microsoft Teams durchgeführt wird, ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail zum Erhalt des Einladungslinks durch eine unverbindliche Mail an info@kjfk.de ist aber notwendig.

Mit Mitteln aus dem Mikrofonds unterstützen wir den Kinder- und Jugendförderkreis Konz-Roscheid e.V. bei der Durchführung eines Online Vortrag über Ludwig van Beethovens Kampf für die Bürgerrechte.

Beethovens ist vielen durch seine Vertonung von Schillers "Ode an die Freude" in seiner 9. Sinfonie bekannt. Sie ist heute unsere Europahymne. Er gilt aber auch als Verfechter für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit. Im Rahmen eines Online-Vortrags, der durch Bild- und Filmmaterial unterstützt wird, wird sein Lebenswerk im Kampf für Bürgerrechte beleuchtet.
Das Angebot ist offen für alle Interessierten. Ein genauer Termin für die Veranstaltung wird noch bekanntgegeben.

Gerne unterstützen wir weitere Angebote und Projektideen. Weitere Infos zum Mikrofonds gibt es >hier<.