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Es war ein Schicksalstag für die Juden aus der Region: Am 16. Oktober vor 80 Jahren wurden mehrere hundert Menschen jüdischen Glaubens aus ihrem Leben gerissen. Die Nationalsozialisten deportierten sie ins Getto Litzmannstadt in Polen.

Wie war das Leben dort? Was mussten die Menschen im Getto ertragen? Damit beschäftigt sich anlässlich des Jahrestags die Ausstellung „Jetzt wissen wir erst, wie schön die Heimat war: Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Region Trier im Getto Litzmannstadt, Briefe-Fotos-Dokumente 1942“, die am 4. Oktober in der Stadtbibliothek Konz eröffnet wurde. Auf Plakaten sind u.a. Briefe und Fotos zu sehen, die vom Alltag der deportierten Menschen erzählen. Zum Beispiel berichten sie von Martha Levy, einer in Konz geborenen Jüdin. Sie und ihre Familie hatten schon einige Umzüge gemeistert. Doch im Getto herrschten ganz andere Verhältnisse. Unbeheizte Zimmer, die sich mehrere Familien teilten. „Alle mussten mit der täglichen wässrigen Suppenration auskommen; das „Nährstoffreichste“ war die Brotration, die alle 10 Tage an der Essenausgabestelle verteilt wurde“, so Dr. Pascale Eberhard. Sie ist Expertin für jüdische Geschichte in der Region und hat die Ausstellung zusammengestellt. 

Zur Ausstellungseröffnung kamen auch der Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, Joachim Weber, sowie der Musiker Helmut Eisel. Der Klarinettist ist bekannt für Klezmer Musik, ein Musikstil, der aus der jüdischen Tradition kommt. Er begleitete die Eröffnung musikalisch und leitet zudem ein Musikprojekt mit dem Konzer Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler geben zum Abschluss der Ausstellung am Mittwoch, 27. Oktober, um 19 Uhr, ein Konzert im Festsaal des Klosters Karthaus.

Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann das zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Konz noch bis zum 29. Oktober tun. Dann wird die Wanderausstellung ab dem 2. November für vier Wochen in der Glockengießerei in Saarburg zu sehen sein.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden durch die Partnerschaften für Demokratie in der VG Konz und in VG Saarburg-Kell unterstützt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.

Textauszüge: VGV Konz (www.konz.eu)

Zum 80. Jahrestag der Deportation vom 16.10.1941 und im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat der Verein Gedenken und Gestalten e.V. aus Wawern die Ausstellung „Jetzt wissen wir erst, wie schön die Heimat war: Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Region Trier im Getto Litzmannstadt, Briefe-Fotos-Dokumente 1942“ sowie ein Begleitprogramm zur Ausstellung entwickelt. Die Kuratorin der Ausstellung, Frau Dr. Pascale Eberhard, wird am Montag, 04. Oktober um 19:00 Uhr die Ausstellung eröffnen. Sie wird musikalisch begleitet von Helmut Eisel, Klezmer-Musiker und Komponist. Herr Bürgermeister Joachim Weber wird die Begrüßungsrede halten.

Die Ausstellung kann vom 04. bis 29. Oktober in der Stadtbibliothek Konz während der Öffnungszeiten besucht werden. Für alle Interessierten wird am Donnerstag, 14. Oktober um 11 Uhr eine öffentliche Führung angeboten. Führungen für Schulen können nach Absprache außerhalb der Öffnungszeiten statt.

Anmeldungen zur Ausstellungseröffnung am 04. Oktober um 19:00 Uhr sind möglich per Mail oder per Telefon in der Stadtbibliothek, die Plätze sind begrenzt.  Um Voranmeldung wird gebeten.

Die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek sind
dienstags: 15 - 19 Uhr
mittwochs: 10 - 18 Uhr
donnerstags: 15 - 18 Uhr
freitags: 10 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden unterstützt durch die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Am 26. September finden die Bundestagswahlen statt. Um insbesondere junge Menschen für das Thema Wahlen und Demokratie zu sensibilisieren und zur politischen Beteiligung zu motivieren, unterstützt unser Jugendforum das Haus der Jugend und die mobile Jugendarbeit Konz bei einer Fotokampagne, die im gesamten Landkreis Trier-Saarburg in Kooperation mit der AG Jugendpflege durchgeführt wird. Hier zeigen Jugendliche, insbesondere Erstwähler*innen, mit einem kurzen Statement Gesicht und erklären, warum wählen gehen für sie wichtig ist.

Im September und Oktober finden zum 13ten Mal die Interkulturellen Wochen (IKW) in Konz statt. Dank des großen Engagements der Akteure des Interkulturellen Netzwerks "IN Konz" und mit der Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie leistet die Veranstaltungsreihe seit Jahren einen wichtigen Beitrag für ein gutes Zusammenleben in der Stadt und Verbandsgemeinde Konz.

Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin das Leben von Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Konz sind die Auswirkungen deutlich spürbar und der Verzicht auf Begegnungen ist inzwischen zu einer großen Belastung geworden. Und wie so oft in Krisenzeiten gibt es auch heute Strömungen, die Zweifel an unserer offenen, demokratischen Gesellschaft säen und menschenfeindliche Ressentiments zu wecken versuchen. Doch unsere Gesellschaft zeichnet sich durch ein hohes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft aus.

Die Interkulturellen Wochen finden in diesem Jahr unter dem Motto "#offengeht" statt. Dabei meint Offenheit nicht Beliebigkeit. Vielmehr geht es um ein klares Plädoyer für eine offene Gesellschaft, in der die universalen Menschenrechte geachtet werden. Und es geht um ein breites zivilgesellschaftliches Engagement für ein gutes Zusammenleben in Vielfalt.

Um den Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft zu sichern, braucht es Anlässe, an denen Begegnung stattfinden und Vertrauen wachsen kann. Mit den Interkulturellen Wochen möchte das Interkulturelle Netzwerk "IN Konz" genau solche Anlässe bieten.

Eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Akteure wirkt daran mit, Verständigung zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und die offene Gesellschaft zu schützen. Gefordert ist die grundlegende Bereitschaft, den jeweils anderen anzuerkennen, auch und gerade dann, wenn die Meinungen auseinandergehen. Dabei geht es nicht darum, Konflikten aus dem Weg zu gehen, sondern sie auf respektvolle Weise auszutragen und zu lösen. Konfliktfähigkeit und Vertrauen gehören zusammen.

Auf dem Programm stehen altbewährte und neue Veranstaltungsformate für ganz unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Mit dem Rundgang auf den Spuren Konzer Ein- und Auswanderer, einem Interkultureller Geocache für Familien, einem Kochworkshop von und für Jugendliche, der Online-Lesung "180 Grad - Geschichten gegen den Hass" mit Bastian Berbner, der szenische Lesung "Eine Hommage an Sophie Scholl" mit Tim Pröse, dem musikalische Theaterstück "Bonhoeffer - Der mit dem Lied", dem Kindertheaterstück "Irgendwie anders", den Veranstaltungen zum "Tag der offenen Moschee" und der Diskussionsveranstaltung Politischer Salon: „Covid19, Klimawandel, Gerechtigkeit: kann die Demokratie das schaffen?“ gibt es vielfältige Anlässe für Begegnung, Information und Diskussion.
Alle sind herzlich eingeladen die Anlässe, die die IKW bietet, zu nutzen!
DANKE auch allen, die diese Anlässe ermöglichen und denen, die sich darauf einlassen.

Für weitere Informationen stehen Plakat und Faltblatt mit den Infos zu den einzelnen Veranstaltungen als Download bereit.

Am Mittwoch, den 28. Juli veranstaltete das Jugendforum in Kooperation mit dem Haus der Jugend Konz ein Graffitiworkshop für Jugendliche.

Im Rahmen des Workshops hatten die teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit unter fachlicher Anleitung der Mitarbeiter*innen des Haus der Jugend, sowie unter der methodischen Anleitung des Graffitikünstlers Jeremy Malkiewicz, selbstwirksam für sie relevante Themen künstlerisch auszuarbeiten und gleichzeitig die Außenmauer „ihres“ Jugendzentrums und somit ihren Sozialraum aktiv (mit) zu gestalten.

Grundlage für die Gestaltung der Außenmauer war eine vorhergehende differenzierte Auseinandersetzung mit der Thematik Graffiti durch den Graffitikünstler, in dessen Rahmen den Jugendlichen ein grundlegendes Hintergrundwissen zu jener Kunstform vermittelt wurde. Darüber hinaus erlernten die Teilnehmer*innen des Workshops unter Anleitung des Graffitikünstlers die wichtigsten Grundlagen des Sprayens. Sie hatten dabei u.a. die Möglichkeit verschiedene Spraytechniken kennenzulernen, Skizzen anzufertigen, sich künstlerisch auszuprobieren und anschließend gemeinsam die Außenmauer des HdJ sowie eine eigene kleine Leinwand für zu Hause zu besprühen.

Für die Gestaltung der Außenmauer lag der inhaltliche Fokus auf dem Thema "Nachhaltigkeit". So wird das gemeinsam entworfene und im Rahmen des Workshops erstellte Graffiti mit dem Slogan "Es gibt keinen Plan(et) B", fortan für eine gerechtere Welt, mehr Klimaschutz und globale Nachhaltigkeit werben. Bei der Entwicklung des Slogans und der künstlerischen Gestaltung wurden die Workshopteilnehmer*innen aktiv eingebunden und mit beteiligt. Dadurch wurde das Ziel erreicht, die Jugendlichen zu motivieren eigene Vorstellungen, Meinungen und Bedürfnisse zu artikulieren und Interesse an gesellschaftlichen (kritischen) Thematiken und Problemstellungen zu entwickeln und anhand der künstlerischen Darstellung im öffentlichen Raum dazu beizutragen, ein für alle sichtbares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen.