Am Montag, 20. August kam der Begleitausschuss unserer Partnerschaft für Demokratie (PfD) zu seiner dritten Sitzung im Jahr 2018 zusammen. In der Sitzung wurde über den aktuellen Stand der laufenden oder bereits abgeschlossenen Projekte 2018 berichtet, das federführende Amt und die Koordinierungs- und Fachstelle berichteten von ihrer Arbeit und auch über die Aktivitäten des Jugendforums wurde berichtet. Außerdem wurden drei neue Projekte vorgestellt und nach eingehender Beratung durch den Begleitausschuss positiv beschieden.

So können zwei Projekte, die an die überaus erfolgreiche Wanderausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht – Meilensteine der Geschichte“ anknüpfen umgesetzt werden. Eines der Projekte setzt die Ausstellunginhalte in Form einer Website um wobei die Inhalte sprachlich vereinfacht werden. Dies geht auf eine Anregung von Ausstellungsbesuchern zurück. Ein weiteres Projekt bereitet für den 19. Januar 2019, den Tag an dem sich der Tag an dem Frauen in Deutschland erstmals wählen durften zum 100 Mal jährt ein lebendiges Frauentheaterprojekt mit Laiendarstellern vor.
Als drittes Projekt wird ein Graffitiprojekt des Kulturverein Kanzem e.V. unterstützt. Das Projekt, das mit Jugendlichen aus dem Ort umgesetzt wird reagiert auf Schmierereien mit menschenfeindlichen Inhalten und will so ein sichtbares Zeichen für Gastfreundschaft, Toleranz, Internationalität, Menschlichkeit, Demokratie und Europa in Kanzem setzen.

Damit fördert die PfD in diesem Jahr bereits 10 Projekte. Auch weiterhin stehen im Aktions- und Initiativfonds Mittel zur Umsetzung weiterer Projektideen zur Verfügung. Die Koordinierungs- und Fachstelle (KuF) ist gerne bei der Entwicklung von neuen Projekten, der Antragstellung, der Suche von Kooperationspartnern und weiteren Fördermöglichkeiten behilflich. Um die Projektentwicklung und die Antragstellung möglichst frühzeitig abzustimmen wird angeraten vom Angebot der fachliche Beratung und Unterstützung vor der Antragseinreichung Gebrauch zu machen. Interessierte können sich dazu per Mail unter info@demokratie-leben-konz.de oder telefonisch unter 06501 94050 an die KuF wenden.

In diesem Jahr finden, dank des großen Engagements der Akteure des Interkulturellen Netzwerks "IN Konz" und mit der Unterstützung der lokalen Partnerschaft für Demokratie bereits zum zehnten Mail die Interkulturelle Wochen (IKW) in Konz statt. Das Motto für die Veranstaltungsreihe in Konz lautet in diesem Jahr "Vielfalt erleben".
Die IKW in Konz werden, wie auch in den Vorjahren mit dem Interkulturellen Frühstück eröffnet, es folgen eine Diskussionsveranstaltung "Politischer Salon" zum Thema "Antisemitismus" mit Dieter Burgard, dem Beauftragten des Landes Rheinland-Pfalz für jüdisches Leben und Antisemitismus, verschiedene Kochangebote, eine Reise in die römische Vergangenheit von Konz, ein Vorleseangebot für Kinder, die Szenische Lesung "Ein Morgen vor Lampedusa" von Antonio Umberto Riccò und ein Improvisationstheaterworkshop für Jugendliche. Ihren Abschluss finden die Interkulturellen Wochen in Konz schon traditionell mit dem Tag der offenen Moschee am 3. Otkober.
Für weitere Informationen stehen Plakat und Faltblatt mit den Infos zu den einzelnen Veranstaltungen als Download bereit.
In der Vielfalt, die in Deutschland über Generationen gewachsen ist, liegt die Zukunft unserer Gesellschaft. Die IKW bieten Gelegenheit, sich entschieden rassistischen und nationalistischen Strömungen entgegenzustellen und gemeinsam zu diskutieren, wie wir die Gesellschaft auf der Basis von Grund- und Menschenrechten konstruktiv weiterentwickeln wollen.
Das Interkulturelle Netzwerk möchte Sie einladen, an den diesjährigen Veranstaltungen in Konz teilzunehmen. Nutzen Sie die Chance, Menschen aus anderen Kulturen oder mit anderen Religionszugehörigkeiten zu begegnen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Sie möchten sich für die Stärkung der Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit einsetzen? Sie planen eine Veranstaltung oder eine Aktivität für ein vielfältiges und friedliches Miteinander in der Verbandsgemeinde Konz?

Dann haben wir mit dem neu eingerichteten Mikrofonds ein Förderinstrument, das Ihr Vorhaben ohne großen zeitlichen Vorlauf und mit einem überschaubaren Aufwand schnell und unbürokratisch unterstützen kann. Eine Entscheidung über eingereichte Anträge wird innerhalb weniger Tage getroffen und dem Antragsteller mitgeteilt. Die maximale Fördersumme je Einzelprojekt liegt hier bei 500,-€ (gegenüber 5000,-€ bei Anträgen auf Untersützung aus Aktions- und Initiativfonds).

Sie denken das könnte passen? Dann zögern Sie nicht und nehmen Sie per Mail unter info@demokratie-leben-konz.de oder telefonisch unter 06501 94050 Kontakt zur Koordinierungs- und Fachstelle auf.

Hinweise zum Sachkostenzuschuss für Mikroprojekte
Antragsformular Mikrofonds