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Zum Abschluss des Jahres 2020 tagte der Begleitausschuss am Montagabend erstmalig digital per Videokonferenz. In der Sitzung, an der neben den Ausschussmitgliedern auch Projektträger sowie Interessierte Bürger*innen teilnahmen, hat sich der Ausschuss mit der Nachlese des Jahres 2020 und mit der Jahresplanung 2021 beschäftigt.

Das Jahr 2020 war auch für die PfD von der Corona-Pandemie geprägt. Geplante Aktivitäten konnten nicht durchgeführt, bewilligte Projekte nicht realisiert werden. Viele erprobte und bewährte Formate waren aufgrund der Pandemie und deren Auswirkungen von heute auf morgen nicht mehr möglich.

Dennoch gab es 2020 vielfältige Aktivitäten. So wurde z.B. bei der Demokratiekonferenz im August ein neues Zielsystem verabschiedet, es gab mehrere Aktivitäten im Rahmen der Interkulturellen Wochen im September und gemeinsam mit der Stadtbibliothek Konz wurde anlässlich des bundesweiten Vorlesetages unter dem Motto "Europa und die Welt" eine Aktion mit Kitas und Grundschulen in der VG Konz realisiert. Damit leistete die PfD gemeinsam mit vielen anderen Akteuren einen wichtigen Beitrag für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander in der VG Konz.

Kaum aktiv war 2020 das Jugendforum. Dies lag sowohl an der Corona-Pandemie - geplante Veranstaltungen wie z.B. "Konz wird laut III" oder die Kochworkshops konnten nicht stattfinden - als auch an der Tatsache, dass viele der Jugendlichen nach ihrem Schulabschluss Konz aufgrund ihrer Studien- /Ausbildungsplatzwahl verlassen haben. Für 2021 steht daher ein Neuaufbau des Jugendforums an.

Wie schwierig es 2020 war Projektträger für die Mitarbeit an den Zielen der PfD zu gewinnen verdeutlicht die Zahl der gestellten Projektanträge. Gerade einmal fünf Projektanträge an den Aktions- und Initiativfonds und drei Anträge an den Mikrofonds, etwa halb so viele wie im Durchschnitt der Vorjahre, wurden gestellt. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass in der Sitzung für das Jahr 2021 bereits fünf Projektanträge beraten wurden. Die Anträge "Orte der Erinnerung II", "Begegnung durch Musik", "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen" und "Bonhoeffer - der mit dem Lied" wurden nach kurzer Beratung positiv beschieden und auch der "Mikrofonds" wird 2021 wieder aufgelegt.

Eine Auflistung und Beschreibung aller bisher aus dem Aktions- und Initiativfonds unterstützten Projekte gibt es >hier<.

Wer sich für die Arbeit der PfD interessiert, eigene Themenvorschläge oder Projektideen hat oder sich in die Arbeit der PfD Konz aktiv mit einbringen möchte, ist herzlich eingeladen mit der Koordinierungs- und Fachstelle Kontakt aufzunehmen. Voraussichtlich im Februar/ März ist die nächste BGA Sitzung geplant.

Unsere Demokratie muss jeden Tag neu mit Leben gefüllt werden. Sie braucht Menschen, die demokratische Kultur vor Ort leben und sie erhalten. Diese Menschen zu stärken und zu unterstützen ist ein Anliegen unserer täglichen Arbeit.

Gerade in Krisenzeiten sind demokratische und freiheitliche Strukturen von großer Wichtigkeit. Viele von uns bewegen in dieser besonderen Zeit, in der wir gerade leben und in der wir in unserer Freiheit eingeschränkt sind, viele Fragen rund um die Themen "Freiheit" und "Grundrechte". Mehr als sonst bewegen viele auch die Fragen nach gesellschaftlichem Engagement und der Beteiligung an demokratischen Prozessen.

Unsere Demokratie steht in der Corona-Krise im Gegensatz zu vielen anderen Dingen gerade nicht still. Die Menschen sprechen wieder mehr miteinander. Und wir wollen, dass der Austausch ebenfalls in Bewegung bleibt bzw. wieder in Bewegung kommt.
Auch wir als Partnerschaft für Demokratie stehen derzeit nicht still, sondern engagieren uns zur Erreichung der im Rahmen des Bundesprogamms ausgerufenen Ziele "Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.".

Gerne unterstützen wir motivierte Menschen, Gruppen und Vereine in der VG Konz in ihrem Engagement für die Demokratie vor Ort. Dazu stehen wir zur Entwicklung neuer Projektideen, die der aktuellen Situation angepasst sind ebenso zur Verfügung, wie für Anfragen zur Weiterentwicklung „alter Projektideen", die in der geplanten Form aufgrund der Corona-Pandemie auf ungewisse Zeit ruhen müssen.

Projektanträge können ständig gestellt werden. Weitere Infos und die Antragsformulare gibt es >hier<.

Die Mitarbeiter der Koordinierungs- und Fachstelle steht für Anfragen unter der Telefonnummer 06501-94 05 0 oder per Mail unter info@demokratie-leben-konz.de gerne zur Verfügung.

Partnerschaft für Demokratie unterstützte Projekt am internationalen Frauentag

Am 8. März feierten 11 junge Frauen und zwei Betreuerinnen aus Konz den internationalen Frauentag ganz aktiv. Linda Feger vom Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Trier e.V. organisierte einen Ausflug in die Boulderhalle Eifelblock in Trier. Die Teilnehmerinnen der internationalen Gruppe kommen gebürtig aus dem Iran, Afghanistan, aus der Türkei, Spanien, Portugal und Syrien und leben jetzt im Kreis Trier – Saarburg.
Schon eine Stunde vor der regulären Öffnungszeit begrüßte eine Bouldertrainerin die jungen Frauen im Eifelblock. Nach einem kleinen Aufwärmprogramm lernten die Mädchen das richtige Fallen und probierten sich selbst an den Boulderrouten aus. Mit viel Spaß, Energie und Stolz erklommen die Mädchen die Wände.
„Bis 1977 benötigten Ehefrauen in Deutschland die Zustimmung ihrer Ehemänner bei einem Arbeitsvertrag.“ Solche Infos und Fakten über Frauenrechte in Deutschland,  konnten die Teilnehmerinnen, aber auch alle anderen Besucher*innen der Boulderhalle an Infoschildern in der ganzen Boulderhalle nachlesen.
Während einer sportlichen Erholungspause sprachen die Frauen über Frauenrechte hier in Deutschland und in ihrem Herkunftsland und berichteten von ihren Erfahrungen.

Sie waren sich alle darin einig: „Frauen und Männer müssen die gleichen Rechte haben wie Männer! Alles andere ist unfair!“

Das Angebot wurde durch den Mikrofonds der Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz unterstützt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

(Foto und Text: Linda Feger, Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Trier e.V.)