Schlagwort-Archive: Diskussionsveranstaltungen

Seit vielen Jahren bietet der "Politische Salon Konz" einen Raum um über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Am Sonntag, 15. März von 11 - 13 Uhr lädt die Initiative, die von politisch interessierten Konzer Bürger:innen ins Leben gerufen wurde, in den Konzer-Doktor Bürgersaal, Wiltinger Straße 10 - 12 in Konz ein. Im Vordergrund steht die Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ihre Sicht der Dinge einzubringen, einen Standpunkt zu vertreten, auch wenn sie dabei noch unsicher sind, aber auch ohne Scheu Fragen zu stellen, auf die vielleicht niemand eine Antwort hat. In diesem Sinn wurden vom Politischen Salon schon etliche brisante und auch schwierige Themen erörtert. Inhaltlich beschäftigt sich die Initiative diesmal mit dem Thema Krankenhäuser – oder Kranke Häuser?.

Trier, Saarburg, Daun, Gerolstein, Bitburg, Ehrang, Hermeskeil, Prüm – was haben all diese Orte gemeinsam? Sie alle haben oder zumindest hatten wenigstens ein Krankenhaus. In den letzten Jahren, teilweise Jahrzehnten, sind einige davon verschwunden, wenige gewachsen und der Rest musste das medizinische Angebot verkleinern. Und das alles geschah aus einem Grund: Krankenhäuser sind sehr (zu?) teuer, wie übrigens alle anderen Bereiche des Gesundheitswesens in Deutschland auch. Um die Kosten zumindest einigermaßen im Griff zu behalten und damit die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht noch weiter ansteigen lassen zu müssen, gab es scheinbar nur eine Lösung: Krankenhäuser mussten weg oder ihr medizinisches Angebot anpassen. Die einzige Alternative schien die Bildung großer Krankenhäuser mit einem all umfassenden medizinischen Angebot zu sein. Derzeit gibt es noch weiter über 1000 Krankenhäuser in Deutschland, aber schon 2019 berechnete die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie, dass die optimale Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland „weit unter 600 liegen würde“.

Damit scheint klar, dass noch viel mehr Krankenhäuser geschlossen werden müssen. Unter rein kostenmäßigen Aspekten scheint das auf den ersten Blick auch unausweichlich. Doch gibt es keine Alternative? Sind Krankenhäuser wirklich nur eins, Kostenverursacher? Denn eigentlich sollen sie doch kranken Menschen helfen – geht also Ökonomie über Gesundheit?

Wie ist es dazu gekommen? Wer betreibt in Deutschland Krankenhäuser und wie sind sie finanziert? Haben wir jetzt zu viele oder vielleicht sogar zu wenige Krankenhäuser? Und wie ist das in unserer Region? Welche Rolle spielen private Krankenhäuser, die nicht nur Patienten versorgen, sondern auch Rendite abwerfen sollen?

Darüber soll geredet werden – und zwar auf der nächsten Veranstaltung des Politischen Salons Konz am 15. März unter dem Thema „Kranke(n) Häuser – Profit oder Patientenwohl?“. Es ist gelungen, hierfür einen renommierten Fachmann auf diesem Gebiet zu engagieren. Herr Andreas Degelmann ist einer der führenden Köpfe der Augustinusgruppe in Neuss, die dort u.a. mehrere Krankenhäuser betreibt. Er wird auf all diese Fragen eingehen und damit die Grundlage für eine sicherlich interessante Diskussion nicht nur über Krankenhäuser, sondern das Gesundheitswesen in Deutschland allgemein legen.

(Text: Orgateam Politischer Salon Konz)

Das Angebot wird unterstützt durch die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Das Podium der Veranstaltung diskutierte gemeinsam mit dem Publikum über Desinformation und Hass im Netz.

Am vergangenen Freitag fand die vierte gemeinsame Demokratiekonferenz der regionalen Partnerschaften für Demokratie (Konz, Hermeskeil-Ruwer, Saarburg-Kell, Schweich und Trier) statt. Interessierte Bürger:innen sowie Fachkräften und Akteur:innen verschiedener Institutionen nutze die Möglichkeit das Thema "Desinformation und Hass im Netz" aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

Zu Beginn der Veranstaltung lenkte das Liedermacher-Duo Hennich & Hanschel mit eigenen Liedern den Blick auf verschiedene und nicht selten leider alltägliche Beispiele für Desinformation. Es folgten Impulsvorträge von Dr. Mario Anastasiadis (Medienwissenschaftler Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) zur Desinformationen im Netz und der sich verändernden Qualität, die eine Erkennung zunehmend erschwert, und Laura Lackas (selbstständige Kommunikationsexpertin), die über Kommunikation und Hass in Sozialen Medien sowie Möglichkeiten darauf zu reagieren sprach.
Im Anschluss daran diskutierten beide im Podium unter der Moderation von Janboris Ann-Kathrin Rätz (ehem. SWR) gemeinsam mit Dr. Christof Barth (Medienwissenschaftler Uni Trier, Medienqualität und Medienkritik), Dr. Jörg Ukrow (stv. Direktor der Medienanstalt RLP), Oberstaatsanwalt Benjamin Gehlen (Oberlandesgericht Koblenz) über die Herausforderungen für den Umgang mit Desinformation und Hass im Netz und rechtliche Möglichkeiten. Auch das Publikum beteiligte sich mit Fragen aber auch eigenen Statements an der kurzweiligen Diskussion. Einen besonderen wie auch eindrücklich ergreifenden Blick auf Hass im Netz brachte der amtierende rheinland-pfälzischen Poetry-Slam Landesmeister Don Esteban mit seinem eigens für die Veranstaltung geschriebenen Poetry Slam Beitrag ein.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Infostände der fünf Partnerschaften, der Betroffenenberatung RLP, des Landesdemokratiezentrums RLP und des SCHMITZ e.V.

Seit vielen Jahren bietet der "Politische Salon Konz" einen Raum um über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Am Sonntag, 28. September von 11 - 13 Uhr lädt die Initiative, die von politisch interessierten Konzer Bürger:innen ins Leben gerufen wurde, in den Konzer-Doktor Bürgersaal, Wiltinger Straße 10 - 12 in Konz ein. Im Vordergrund steht die Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ihre Sicht der Dinge einzubringen, einen Standpunkt zu vertreten, auch wenn sie dabei noch unsicher sind, aber auch ohne Scheu Fragen zu stellen, auf die vielleicht niemand eine Antwort hat. In diesem Sinn wurden vom Politischen Salon schon etliche brisante und auch schwierige Themen erörtert. Inhaltlich beschäftigt sich die Initiative diesmal mit dem Thema „Geld oder Leben - Arbeiten wir zu wenig?“.

Vor dem Hintergrund der nun schon seit einiger Zeit in Deutschland gebremsten Dynamik wirtschaftlichen Wachstums wird aktuell wieder einmal die Frage nach dem Umfang der für die Wirtschaft zu erbringenden Arbeitsleistung gestellt. U.a. Vertreter der Bundesregierung und von Wirtschaftsverbänden plädieren beispielsweise für die Möglichkeit längerer täglicher oder wöchentlicher Arbeitszeiten, die Streichung von Feiertagen, die Erhöhung des Renteneintrittsalters, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Rentnern. Dabei ist grundsätzlich zu fragen, ob das Wachstumswachstum tatsächlich mit solchen Maßnahmen angekurbelt werden kann, denn das höchste Wirtschaftswachstum in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurde parallel zu einschneidenden Arbeitszeitverkürzungen erreicht. Andererseits haben sich im Vergleich zu diesen Zeiten die demographische Situation wie auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (verschärfte Rationalisierungsmaßnahmen, KI, Handelskonflikte und damit verbunden Tendenzen zur Deglobalisierung) verändert. Von den Gewerkschaften ebenso wie von Experten der Arbeitsmarktforschung wird Ideen zur Arbeitszeitverlängerung vehement widersprochen. Sie plädieren stattdessen beispielsweise für die flächendeckende Einführung einer 4-Tage-Woche mit einer Wochenarbeitszeit von etwa 30 Stunden oder einem 6-Stunden-Tag und einer arbeitnehmerfreundlicheren Arbeitszeitflexibilisierung.
Wer hat denn nun Recht und welches Konzept hat die größte Aussicht auf Erfolg? Damit wollen wir uns in der nächsten Veranstaltung des Politischen Salons befassen. Zur Einführung in die sicherlich kontroverse Diskussion werden Mitglieder des Orga-Teams ihre unterschiedlichen Standpunkte vortragen und begründen. So soll ein konstruktiver Streit angeregt werden, in dem dann vielleicht auch gangbare Kompromisse erkennbar werden.
(Text: Orgateam Politischer Salon Konz)

Das Angebot wird unterstützt durch die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Seit 1975 gibt es die Interkulturelle Woche (IKW) - seit 2009 beteiligt sich auch das Interkulturelle Netzwerk IN Konz an dieser bundesweiten Initiative. Koordiniert und organisiert wird die Veranstaltungsreihe „Interkulturelle Wochen Konz“ auch in diesem Jahr wieder von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in der VG Konz.

Das Jubiläum „50 Jahre Interkulturelle Woche“ gibt Anlass zum Feiern aber auch Gelegenheit zu einer Standortbestimmung. Auf größer werdende Vorbehalte und Ängste, auf zunehmende Ausgrenzung, offenen Rassismus und die Zurückweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte antwortet die Interkulturelle Woche mit einem klaren Statement: DAFÜR!
Wir sind überzeugt davon, dass die in vielerlei Hinsicht so unterschiedliche Menschen und Gruppen nicht nur ihren Platz in unserer Gesellschaft haben, sondern dass wir alle gegenseitig voneinander lernen können und als Gesellschaft von solcher Vielfalt profitieren. DAFÜR! gibt es die IKW - auch in Konz.
Um die Rechte jedes einzelnen Menschen schützen und eine gerechte Ordnung gewährleisten zu können, brauchen wir unsere freiheitliche Demokratie und eine funktionierende demokratische Kultur. Wir dürfen nicht müde werden, für unsere Demokratie zu kämpfen. DAFÜR! brauchen wir eine starke Demokratie.
Die IKW entfaltet ihre gesellschaftliche Kraft durch den persönlichen Einsatz vieler Aktiver in rund 750 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland - auch in Konz. DAFÜR! lohnt sich der Einsatz im Rahmen der IKW.
Wir sind DAFÜR! – für jeden einzelnen Menschen und einen respektvollen, wertschätzenden Stil des Miteinanders in unserer Gesellschaft!

Wir laden Sie herzlich ein, die Angebote der diesjährigen Interkulturellen Wochen in Konz zu nutzen. Auf dem Programm stehen altbewährte und neue Veranstaltungsformate für ganz unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Ob bei einer „Internationalen Schnitzeljagd“, beim (Vor)Leseangebot „meet & read“, beim „Interreligiösen Brunch“, dem Diskussionsformat "Politischer Salon Konz", der Infoveranstaltung „Aus Stillstand wird Bewegung“, einer „Interkulturellen Jam Session“, den Veranstaltungen zum Tag der offenen Moschee, dem Begegnungsangebot "Einsteigen, mitwirken & Zukunft gestalten", einem „Internationalen Fußballturnier“ oder dem Sprachförderangebot „Stadt – Land – Natur“ – es gibt auch diesmal wieder vielfältige Anlässe und Räume für Begegnung, Information und Diskussion.
Für weitere Informationen stehen Plakat und Faltblatt mit den Infos zu den einzelnen Veranstaltungen als Download bereit.

In der jüngsten Veranstaltung des Politischen Salons Konz am 20. Oktober drehte sich unter dem Motto „Wer einsam ist, ist selber schuld? – Einsamkeit, Fremdheit, Begegnungsräume“ alles um Einsamkeit, ihre Ursachen, Gefahren und Möglichkeiten ihrer Überwindung. Diese Veranstaltung setzte gleichzeitig den Schlusspunkt unter die Interkulturellen Woche Konz 2024 mit dem Rahmenthema „Neue Räume“.

Einsamkeit hat viele Formen, ist weiter verbreitet als oft gedacht, betrifft alle Bevölkerungsschichten – und nicht nur Seniorinnen und Senioren – und wird doch noch als Gefahr für die Gesellschaft unterschätzt.
Ausgangspunkt der erneut sehr intensiven und engagierten Diskussion der mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war ein Impulsvortrag von Andreas Flämig, Koordinator Soziale Räume im Caritasverband Westeifel. Er wies auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte in Deutschland hin, die wesentlich zu einer Zunahme von Einsamkeit geführt haben. Gerade der abnehmende Zusammenhalt innerhalb der Familien und veränderte Rollen von Freunden und Bekannten, von Vereinen, den Kirchen, von Arbeit und Verwaltungen haben zu einer Zunahme von Vereinsamung beigetragen.
Hermann Hurth, der Seniorenbeauftragte der Stadt Konz, wies auf die bereits existierenden vielfältigen Strukturen und Maßnahmen innerhalb der Stadt hin. Trotz dieser positiven Akzente, so zeigte die Diskussion, gibt es durchaus noch Bedarf an weiteren Aktionen und Aktivitäten. Als konkrete Ideen wurden genannt die Organisation von Treffen für neu zugezogene Mitbürgerinnen und Mitbürger, regelmäßige gemeinsame Essen (ein Beispiel ist die Aktion „Frühstück gegen Einsamkeit“, die schon in mehr als 20 Städten Deutschlands erfolgreich läuft) oder ein breiter gefächertes kulturelles Angebot (eine „Konzer TuFa“), wobei u.a. das Museum Roscheider Hof eine größere Rolle spielen könnte. Wichtig ist dabei zum einen, dass alle Interessierten zu den Veranstaltungsorten gelangen können (mangelnde Mobilität wurde wiederholt als Faktor für Einsamkeit genannt), aber auch zweitens, dass diese Veranstaltungen kostenlos oder doch zumindest zu geringen Preisen angeboten werden können. Beide Aspekte haben mit einer Hauptursache von Einsamkeit, der Armut, zu tun. Auch kommen solche Aktivitäten und Aktionen nicht ohne das Ehrenamt aus, das seinerseits Unterstützung durch hauptamtliche Kräfte erfordert – gemäß dem Motto „Ehrenamt braucht Hauptamt“. Selbst wenn einige der Vorschläge nur eher kleinere Gruppen betreffen: Auch sie helfen, der Einsamkeit entgegen zu wirken, womit sie einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Erkrankungen leisten und gleichzeitig der politischen Radikalisierung entgegenwirken können, denn es gilt mittlerweile als erwiesen, dass ein Zusammenhang zwischen Vereinsamung und politischer Radikalisierung besteht.

Die angeregten Diskussionen gingen auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung um 13 Uhr noch bei einem Glas Wein, Saft oder Sprudel weiter. Die letzten Teilnehmerinnen und Teilnehmer verließen den Konzer-Doktor-Bürgersaal erst gegen 14:30 Uhr – ein weiteres Indiz für die Attraktivität der Veranstaltung.

(Text: Orgateam Politischer Salon Konz)