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Das Podium der Veranstaltung diskutierte gemeinsam mit dem Publikum über Desinformation und Hass im Netz.

Am vergangenen Freitag fand die vierte gemeinsame Demokratiekonferenz der regionalen Partnerschaften für Demokratie (Konz, Hermeskeil-Ruwer, Saarburg-Kell, Schweich und Trier) statt. Interessierte Bürger:innen sowie Fachkräften und Akteur:innen verschiedener Institutionen nutze die Möglichkeit das Thema "Desinformation und Hass im Netz" aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

Zu Beginn der Veranstaltung lenkte das Liedermacher-Duo Hennich & Hanschel mit eigenen Liedern den Blick auf verschiedene und nicht selten leider alltägliche Beispiele für Desinformation. Es folgten Impulsvorträge von Dr. Mario Anastasiadis (Medienwissenschaftler Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) zur Desinformationen im Netz und der sich verändernden Qualität, die eine Erkennung zunehmend erschwert, und Laura Lackas (selbstständige Kommunikationsexpertin), die über Kommunikation und Hass in Sozialen Medien sowie Möglichkeiten darauf zu reagieren sprach.
Im Anschluss daran diskutierten beide im Podium unter der Moderation von Janboris Ann-Kathrin Rätz (ehem. SWR) gemeinsam mit Dr. Christof Barth (Medienwissenschaftler Uni Trier, Medienqualität und Medienkritik), Dr. Jörg Ukrow (stv. Direktor der Medienanstalt RLP), Oberstaatsanwalt Benjamin Gehlen (Oberlandesgericht Koblenz) über die Herausforderungen für den Umgang mit Desinformation und Hass im Netz und rechtliche Möglichkeiten. Auch das Publikum beteiligte sich mit Fragen aber auch eigenen Statements an der kurzweiligen Diskussion. Einen besonderen wie auch eindrücklich ergreifenden Blick auf Hass im Netz brachte der amtierende rheinland-pfälzischen Poetry-Slam Landesmeister Don Esteban mit seinem eigens für die Veranstaltung geschriebenen Poetry Slam Beitrag ein.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Infostände der fünf Partnerschaften, der Betroffenenberatung RLP, des Landesdemokratiezentrums RLP und des SCHMITZ e.V.

Zur besseren Vernetzung der zivilgesellschaftlichen Akteure in der Verbandsgemeinde Konz wurde in diesem Frühjahr ein breites Demokratie-Bündnis gegründet. Ziel ist die Vernetzung und der regelmäßige Austausch zur Stärkung der Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz (PfD Konz). Dazu trifft sich das Bündnis viermal pro Kalenderjahr. Das nächste Treffen des Bündnisses findet am Mittwoch, 17. September um 17 Uhr im Konzer-Doktor-Bürgersaal, Wiltinger Straße 10 - 12 statt.

Das Bündnis ist darüber hinaus für die strategische Planung und Organisation der PfD Konz zuständig und soll, unter Berücksichtigung der Lage vor Ort, ein kommunales Handlungskonzept entwickeln. Daten- und Informationsgrundlage sind hier u.a. das derzeit in der Erstellung befindliche Lagebild und die bis zum Sommer 2026 zu erstellende Situations- und Ressourcenanalyse.  

Beim nächsten Treffen des Bündnisses werden die Ergebnisse „Zur Lage der Demokratie in der VG Konz“ vorgestellt (Referentin: Beate Stoff) . Die Präsentation basiert u.a. auf intensiven Recherchen, die in einem Lagebild zusammengeführt wurden. Im Anschluss an die Präsentation ist Raum um Fragen zu stellen und gemeinsam die Ziele und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Demokratie vor Ort zu diskutieren. Die Ergebnisse dienen dabei als Grundlage für die weitere Demokratiearbeit in der VG Konz.

Im Rahmen des Treffens werden das Federführende Amt und die Koordinierungs- und Fachstelle zudem über die aktuellen Demokratie-Projekte in der PfD Konz, über aktuelles aus den benachbarten PfD und auf Landesebene sowie über die Entwicklungen im Bundesprogramm "Demokratie leben!" berichten.

Um besser planen zu können, bitten wir Sie nach Möglichkeit um Ihre Anmeldung bis Montag, 15.09.2025, unter folgendem Link https://t1p.de/fc8al oder per E-Mail an info@demokratie-leben-konz.de.